Miaue-wie-ein-Pirat-Tag

ereignismanufaktur

27/9/2022
Am 19. September wird international ein besonders bedeutender Tag begangen, der »Miaue-wie-ein-Pirat«-Tag. Was es damit auf sich hat, erklärt Katze Polly.

Am 19. September wird international ein besonders bedeutender Tag begangen. Es handelt sich nämlich um den »Miaue-wie-ein-Pirat«-Tag. Er findet zeitgleich mit dem von Zweibeinern begangenen »Sprich-wie-ein-Pirat«-Tag statt, aber der ist eher unwichtig. Schließlich wurde er von Menschen erdacht (erst im Jahr 2002), die damit an ein Racquetball-Spiel von 1995 erinnern, bei dem sich die Spieler John Baur und Mark Summers in Piraten-Sprache beschimpften.

Nun mal ehrlich: wer kennt schon John Baur und Mark Summers aus Albany, geschweige denn das Racquetball-Spiel? Dachte ich mir. Aber dass Katzen über ungeahnte Fähigkeiten verfügen, ist unbestritten. Dass sie selbstverständlich auch die Kommunikation in Piraten-Sprache beherrschen, entsprechend plausibel. Dass sie gute Gründe für die Würdigung vergangener Zeiten in exakt dieser Form haben, liegt auf der Hand. Katze Polly gewährt uns einige Einblicke.

Piraten-Katzen der Antike

Die ältesten Aufzeichnungen zur Piraterie stammen aus dem 14. Jahrhundert v. Chr. Die Übeltäter stammten aus dem Südwesten Kleinasiens und machten die Küsten Zyperns unsicher. Belegt wird dies durch ägyptische Aufzeichnungen.

Wir können heute davon ausgehen, dass Katzen, die bereits im alten Ägypten kultartig verehrt wurden, für die Berichterstattung dieser Ereignisse verantwortlich zeichnen. Vermutlich waren sie sogar an Bord. Ob sie sich an den Gefechten beteiligt haben, ist nicht nachprüfbar. Glaubt man Polly (im Bild vorne rechts), waren sie natürlich die tapfersten (und klügsten) Kämpfer, aber Polly neigt gelegentlich zu Übertreibungen.

Das Goldene Zeitalter der Piraterie

Eine noch bedeutendere Rolle spielten Katzen im Goldenen Zeitalter der Piraterie, also im 17. und frühen 18. Jahrhundert. Sie waren unverzichtbare Begleiter der Piraten und Freibeuter in der Karibik, die zunächst im Auftrag der englischen Krone (vermutlich auch der französischen und niederländischen), später dann auf eigene Rechnung, spanische Schatzschiffe kaperten und ins Schmuggel-Geschäft einstiegen.

Aufgabe der Katzen war es einerseits, die Piratenschiffe von Ratten und Mäusen frei zu halten und die mitgeführten Lebensmittel vor Nagerbefall, sowie die Crew vor Krankheiten durch Mäuseflöhe zu schützen. Andererseits waren sie aber auch Gefährten und unverzichtbare Ratgeber der Berater.

Sie spendeten Trost, miauten Mut zu, wärmten in kalten Nächten, erkundeten die Lage mit scharfem Blick (selbstverständlich erkletterten sie die Masten und hielten Ausschau nach anderen Schiffen – ohne Fernglas!) und teilten bereitwillig ihr Wissen mit Kapitän und Mannschaft. Wurden feindliche Schiffe geentert, waren sie die ersten, die beherzt übersetzten und die Gegner in Schach hielten – sagt Polly. Aber sie behauptet ja auch, einer ihrer Vorfahren hätte den legendären Edward Blackbeard überhaupt erst auf die Idee gebracht, sich brennende Lunten in den Bart zu binden und seine Gegner auf diese Weise so sehr zu erschrecken, dass die sich mehr oder weniger kampflos ergaben.

Arrr! Ahoy! Avast!

Egal, ob man nun Pollys Geschichten glaubt oder nicht, eines ist sicher: am 19. September wird all der mutigen Piratenkatzen gedacht. Achtet einmal auf Eure Vierbeiner, da wird sich garantiert ein Arrr! oder Ahoy! ins tägliche Maunzen einschleichen.

Aye!

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